MANDALAY

Was die Handwerkskunst angeht, da ist Mandalay - Stadt der letzten burmesischen Könige und das Herz der burmesischen Kultur, Religion und Kunsthandwerk sicherlich der richtige Ort. Mandalay Palast - die Stadt innerhalb der Stadt, errichtet 1857 und durch Feuer während des zweiten Weltkrieges zerstört, ist von einer dicken Backsteinmauer umgeben. Der Goldene Palast Myanan-Sankyaw (Modell des Mandalay Palastes), der Nanmyint-Saung-Turm und das kulturelle Museum befinden sich innerhalb des Palastgeländes.

Innenstadt

Mandalay selbst ist eine staubige Stadt mit einigen Bezirken, die sich in fast einem Jahrhundert kaum verändert haben, dennoch strotzt sie förmlich von fotografischen Motiven. Charme? ´Das reale Mandalay ist eine Stadt, deren Charme sich nicht auf den ersten Blick erschließt, auf den zweiten und dritten leider auch nicht´. (lt. Martin Schacht - Gebrauchsanweisung für Burma. Der Zegyo Markt ist das Handelszentrum, das die Städte des oberen und unteren Myanmars verbindet. Hier wird mit verschiedenen einheimischen und Importwaren (meist aus China und Thailand) gehandelt. Der alte Markt im italienischen Stil wurde zerstört und erhielt einen häßlichen Ersatz. Der authentische Uhrenturm neben dem Zegyo Markt (1903) ist jedoch erhalten geblieben.

Die Hügel von Mandalay & Umgebung

230 Meter hoch liegt Mandalay Hügel, das Naturwahrzeichen Mandalays mit seinem Panoramablick auf die Stadt, den umgebenden Ebenen, des Shangebirges sowie des  Ayeyarwaddy Flußes. Laut Legende, hatte Buddha bei seinem Besuch weisgesagt, daß an seinem Fuße eine große Stadt erbaut werden würde. 

Trotz seiner 777 Stufen ist nicht sehr anstrengend, den Hügel zu erklimmen... außerdem kann man auf dem Weg nach oben immer wieder eine Pause einlegen. und dabei noch mehrere bedeutende Pagoden entlang der Stufen des Mandalay Hügels besuchen. Yankin Hügel,  etwas außerhalb der Stadt liegend,  ist von zahlreichen Tempelanlagen und Klöstern umringt ist. Über die Hälfte aller Mönche in Myanmar leben im Einzugsgebiet Mandalays. Dieser Ort bildet ein ruhender Gegenpool zum geschäftigenTreiben der Innenstadt. Zu erreichen ist der Hügel mit Treppen auf beiden Seiten und auch hier ist gutes Schuhwerk angebracht. Der Sagaing Hügel mit über 400 Mönchs- und Nonnenklöstern, ist das Herz des Buddhismus in Myanmar. Die Sonnenuntergänge über dem Ayeyarwaddy-Fluss, von der Son Oo Ponyashin Pagode aus gesehen, sind bei klarer Sicht atemberaubend.

Klöster & Pagoden

Das Shwenandaw Kloster, König Mindons ehemaliges Gemach, berühmt für seine vorzügliche Holzschnitzereien, gehörte es während seiner Herrschaft zum Palastkomplex, bevor es Stück fuer Stück östlich des Mandalay Palastes versetzt wurde.  Daneben lieg das Atumashi Kloster, oder auch das unvergleichliche Kloster, wurde ursprünglich 1857 von König Mindonerbaut und brannte im Jahre 1890 nieder. Viele Jahre lang waren die Ruinen des Bauwerks den Elementen ausgesetzt. Stümpfe verkohlter Teaksäulen, eine große Treppe, sowie einige Kolonnaden sind noch geblieben. Der Bereich wurde 1996 nach den Originalplänen wieder aufgebaut. Die ehemalige Pracht des ursprünglichen Gebäudes kann man nur mit guter Phantasie erahnen. Das attraktive, im burmesischem Stil gebaute Shwe In Bin Kloster ist eines der wenigen Gebäude, die dem Zahn der Zeit standgehalten hat. Es wurde 1895 von chinesischen Kaufleuten erbaut und die eindrucksvolle Holzschnitzereien spwie etliche  Kunstwerke sind bewundernswert. Es wohnen hier ca. 30 Mönche. Die Kuthodaw Pagode, wurde 1877 von König Mindon errichtet. Der Name bedeutet "729 Pagoden" - so viele sind dort nämlich in geordneten Reihen aufgestellt. In jeder der kleinen Pagödchen stehen Marmortafeln, in die buddhistische Lehrtexte eingemeißelt sind. Es wird behauptet, dass man zum Lesen all dieser Tafeln 450 Tage, bei jeweils 8 Stunden, braucht. Die Mahamuni Pagode, die heiligste Pagode Myanmars und somit die Attraktion tausender Pilgerer aus dem ganzen Land, beherberg den hochverehrten Mahamuni Buddha, welcher im 1. Jahrhundert gegossen wurde und den jetzt eine dicke Goldblattschicht  bedeckt, das er kaum wieder zu erkennen ist. Die Kyauktawgyi Pagode mit seiner Marmor Buddhastatue befindet sich in der Nähe des südlichen Aufstiegs des Mandalay Hügels. Diese Statue wurde aus einem einzigen, riesigen Marmorblock gehauen und von über 10.000 Männern an ihren Platz geschleppt, welches ca. 2 Wochen in Anspruch nahm.

Das alte Kunstgewerbe

Für Liebhaber des Kunstgewerbes ist Mandalay eine der größten Fundgruben des burmesischen Kunsthandwerks. Hier können Besucher sehen, wie geschickte Handwerker wunderschöne Wandbehänge herstellen sowie Schnitzereien und Gravuren aus Elfenbein, Holz, MarmorStein und die Silberwaren, und Bronzestatuen nach der altehrwürdigen Tradition ihrer Vorfahren herstellen. Marionettenhersteller,  Seidenweberein und ein ungewöhnliches Handwerk wie die  Blattgoldherstellung sollte unbedingt auf dem Programm stehen.

MANDALAY UMGEBUNG

MINGUN

Mingun ist nur eine Bootsstunde von Mandalay entfernt und bekannt für seine 90 Tonnen schwere, größte hängende und noch fuktionierende Glocke der Welt, die 1790 der größenwahnsinnige König Bodawpaya gießen liess. Natürlich wurde der Glockengießer dann auch umgebracht, um Kopien dieses Prachtexemplares zu verhindern. Unweit der berühmten Glocke befindet sich die Mingun-Pagode, der "größte Ziegelsteinklotz" der Welt, den der König 1790 zu bauen anfing, um damit seine Göttlichkeit zur Schau zu stellen. 20 Jahre später verstarb der König und sein Nachfolger stoppte den Bau. Die Pagode wurde nie fertiggestellt. Da man alle Pagoden in Myanmar nur barfuss betreten darf, ist es ein mühseliger Aufstieg zur Spitze - nun denn, fertiggestellt oder nicht, die Aussicht auf das Dorf und den Fluß ist lohnenswert.

 

SAGAING

mit über 400 Mönchs- und Nonnenklöstern, ist das Herz des Buddhismus in Myanmar. Die Sonnenuntergänge über dem Ayeyarwaddy-Fluss, von der Son Oo Ponyashin Pagode aus gesehen, sind bei klarer Sicht atemberaubend.

 

AMARAPURA

"Klacketi-klack, klacketi-klack" hören Sie, wenn Sie durch Amarapura, die "Stadt der Unsterblichen", schlendern. Heut-zutage ist dieser Ort berühmt für seine feinsten Seiden- und Baumwollwebereien.

AVA (IN-Wa)

Ava liegt auf einer kleinen Insel zwischen den Flüssen Ayeyarwaddy und Myittha. Sie wurde 1364 n. Chr. von König Thado Minbya als Hauptstadt gegründet. Im Erdbeben von 1838 wurde sie jedoch zerstört. Die Palastruinen, die massiven Mauern des Forts und der Bruggraben lassen uns erahnen wie prunkvoll diese Stadt als Hauptstadt vor mehr als viereinhalb Jahrhunderten gewesen sein muss. Am besten erkundet man diese Insel mit der Pferdekutsche. Der damalige Königspalast existiert nicht mehr. Jedoch steht dort noch der "Schiefe Turm" von Inwa, ein 27 Meter hoher gemauerter Wachturm. Das Maha Aung Mye Bon Zan Kloster aus Backsteinen und Stuck, das von der Hauptfrau des Königs King Bagyidaw für ihren königlichen Vorsteher (Nyaung Gan Sayadaw) im Jahre 1818 erbaut wurde, sowie das Bagayar Kloster mit seinen berühmten und eindrucksvoll geschnitzten Holzornamenten und Teak-holzpfosten sind die Höhepunkte.

SHWEBO

ist ein Sammelzentrum für Reis an der Eisenbahnlinie rund 80 km nordwestlich von Mandalay und 27 km westlich von Kyauk Myaung, einer Stadt am Ayeyarwady Fluss, die berühmt ist für ihre glasierten Töpferwaren, von Spielsachen, Bechern, Buchstaben, Schüsseln und Töpfen bis hin zu riesigen Wasserkrügen, die zu Hunderten zusammengebunden und als Flöße den Fluss hinabtreiben. Sie werden überall im Land verwendet. 
Shwebo war die Geburtsstätte von Alaungpaya, Begründer der Alaungpaya Dynastie (1752–1885), und ist auch seine Grabstätte. Der Palast, sowie die königlichen Parkanlagen, Seen, der Burggraben und die Wachtürme sind in den letzten zwei Jahrhunderten vernachlässigt, verwüstet und zerstört worden. Mit der Förderung des Tourismus hat die Regierung die Sanierung der Palastgebäude und Parks begonnen und den königlichen See zugunsten der Besucher und Einheimischen ausgebaggert.

PYIN OO LWIN

Früher war es Maymyo und eine britische Bergstation. Das was geblieben ist, sind die alten Pferdekutschen, die noch immer als Taxi mit 1 PS benutzt werden. Es gibt hier jedoch viel zu sehen, beim wundervollen botanischen Garten angefangen, dem Pwe Kauk-Wasserfall, dem sehr belebeten Markt und bis zu der vor ein paar Jahren errichteten Pye Lone Chan Tha-Pagode, die eine geheimnisvolle Buddhastatue beherbergt.

MONYWA

136 Kilometer westlich von Mandalay, ist mit sechs Märkten und mehr als seinen 100.000 Einwohnern ein kommerzielles Handelszentrum in der Chindwin-ebene. Die Fahrt dorthin führt Sie über die Sagaing-Brücke an der Kaunghmudaw-Pagode, Reisfeldern mit hohen Palmen, Glasnudelfabriken und geschäf-tigen Straßenverkäufern vorbei. Höhepunkte hier sind die Thanpokede-Pagode mit über 500.000 Buddha-statuen. Das Ledi Ktaik  Kloster, wo in einer Halle 806 Steinplatten mit Inschriften in Pali und Burmesisch vorzufinden sind. Und nicht zu vergessen:

Boddhi Tahtaung ,welches übersetzt "1.000 Bodhi-Bäume" heißt und wo, im wahrsten Sinne des Wortes, neben den hier vorhandenen Buddhadarstellungen einfach 1.000 Bäume gepflanzt wurden. Die Shwe Thalyaung ,der über 70 Meter lange, liegende Buddha  - wieder einmal, der größte dieser Welt... 

Auf der anderen Seite des Chindwin Flusses befindet sich die seltenere  besuchte, aus dem 15. Jh. stammende Phowin Taung Tempelanlage, wo mehr als 450.000 Sandstein-Buddhas in die Bergwände, Höhlen, Alkoven oder winzige Nischen gehauen wurden. Die Höhlenmale-reien in Indigoblau- und weichen Pastelltönen sind noch unversehrt. Viele der Buddhas kann man auch sehen, ohne die Höhlen und Nischen zu betreten, und solange man die Altarräume nicht betritt, darf man die Schuhe anbehalten. Ein atemberaubender Buddha, der einem nicht entgehen sollte, ist der liegende Buddha auf einem rechteckigen Steinmosaik, der mit Kristallglas nur so schimmert.

PALEIK

Die Schlangenpagode befindet sich in der Stadt Paleik, 24 km von Mandalay entfernt. Der offizielle Name der Pagode ist “Ratana Laba Muni Sutaungpyi Muei Phaya”, aber bekannt ist sie als “Meui Phaya” oder “Schlangenpagode”. Im Jahre 1977 rodete ein buddhistischer Mönch die Büsche an diesem Ort und fand eine Buddhastatue in einer zerstörten Pagode. Seit auf der Statue drei große Pythons residierten, ist der Ort im ganzen Land als die Schlangenpagode bekannt. Jede Schlange bekam alle fünf Tage einen Napf Milch und drei Eier zu fressen. Auf tierärztlichen Rat bekam jedoch später jede von ihnen Ziegenfleisch der Proteine wegen.... Morgens um 11.00 Uhr werden die Schlangen gebadet und die Pilger aus verschiedenen Teilen des Landes kommen um den Schlangen in der Stadt Paleik ihre Ehrerbietung zu erweisen. 

MOGOKE

Man sagt, das Land Mogoke habe vor taused millionen Jahren existiert...nach einer fünfeinhalbstündigen Fahrt von Mandalay nach Norden erreichen Sie die Stadt der Edelsteinbergwerke. 1.250 Metern über dem Meeresspiegel und von hohen Bergketten umgeben, erfreut sich das pittoreske Mogoke eines angenehmen Klimas. Besuchen Sie die Edelsteinminen und schauen Sie zu, wie wertvolle Steine dem alluvialen Kalkstein entzogen werden.

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