RAKHINE STAAT

Anreise

Anreise: Es gibt täglich Flüge von Yangon nach Sittwe und täglich auch Flüge von Yangon, Heho und Bagan nach Thandwe (Ngapali Beach). Es fahren auch private Express-Reisebusse von Yangon über Pyay nach Thandwe, doch die Straße von Pyay nach Thandwe ist in schlechtem Zustand und so dauert es mindestens 16 Stunden bis man dort ankommt.

RAKHINE STAAT

Ngapali Beach

Wer träumt nicht von einem atemberaubenden weißen Strand, kristallklarem Meer und wenigen Touristen? Ein 45-minütiger Flug (oder 13 Stunden mit dem Auto via Pyay) bringt Sie zur Bengalischen Bucht, an der Sie wundervolle Ferien verbringen koennen - entfernt jeglicher touristischen Hauptattraktion!  Sie können zwischen erstklassigen Strandhotels bis hin zu einfachen, kleineren Hotels wählen. Keine Zeit fürLangeweile! In der Umgebung gibt es mehr Moscheen als Pagoden, Fischerdörfer, und natürlich einen grossen Markt, bekannt für seinen getrockneten Fisch (brrr!) in

 

THANDWE

einer kleinen verschlafenen Stadt ( bis 1989 hiess sie Sandoway), der ältesten in Rakhine. Nicht nur Lord Buddha verbrachte eine Zeit seines Lebens auf den Hügeln Thandwes, sondern auch George Orwell - dem wir  "Burmesische Tage" verdanken - diente eine Zeitlang als Kolonialoffizier ihrer Majestät, der Königin Victoria von England.

 

SITTWE

Eine Stunde Flugzeit von Yangon nach Sittwe, welches keinen blütenweißen, sondern einen schwarzen Strand hat - doch das Wasser ist so glasklar wie in Ngapali. Es lohnt sich, einige Pagoden zu besuchen, das Mahakuthala Kloster und das "Culture and Buddha Museum", welches eine außergewöhnliche Sammlung alter Skulpturen, Kopien alter Kunstwerke und alte Münzen ausstellt. Vor Jahren die reichste und schönste Hafenstadt in Myanmar, ist Sittwe heute das Tor zu 

MRAUK OO

welches am Besten per Boot zu erreichen ist.. Eine wunderschöne 6-stündige Bootsfahrt auf dem Caladan-Fluss bringt Sie zu diesem historischen Ort, wo Sie Zeuge eines stummen Beweises des ehemaligen glorreichen Rakhine Staates sind.

Shitthaung Tempel

Shitthaung oder der "Tempel der 80.000 Buddhas" wurde von einem der mächtigsten Könige der Mrauk-Oo Dynastie, den das Volk Minbargyi nannte, erbaut. König Minbin, der von 1513 bis 1553 regierte, baute diesen Festungstempel nachdem er einen Angriff der Portugiesen auf die Stadt Mrauk Oo abgewehrt hatte.

Die in seiner Bauweise und Verzierung an den Tag gelegte Kunstfertigkeit ist bemerkenswert. Außerdem sieht man hier auch den labyrinthartigen Grundriss dieser Pagode. In ihren Erzählungen über diesen eigenartigen Plan bemerkten einige Fremde, dass der Shitthaung Tempel wie eine Festung gebaut wurde. Der wahre Zweck des Tempels war jedoch das Gebet, einige Initiationsriten, sowie einige Zeremonien des Königs, die gewöhnlich heimlich stattfanden. Er wurde aus 1,80 m dickem Sandstein wie ein "Höhlengang im Felsen" gebaut. Für das Gebäude wurde kein Mörtel verwendet sondern Steinklammern. Man glaubt, dass dort 84.000 Reliquien Buddhas und ebenso viele Statuen von ihm verwahrt werden. Menschen, die die Tunnel des Tempels betraten, bekamen das Gefühl, sie seien endlos.

 

Dukkanthein Tempel

Der Dukkan (oder Htukkan) Tempel steht auf einem Hügel, ca. 9 m hoch, und hat eine flache Oberfläche gleich der einer Trommel. König Minphalaung baute diese Pagode im Jahre 1571 n. Chr. Wie auch der Shitthaung und der Andaw Schrein, wurde der Dukkanthein aus gehauenem Sandstein gebaut und mit Schichten von Backsteinen überdacht. Er misst rund 58 m von Norden nach Süden und knapp 61 m von Ost nach West. Über 2,40 m breite Steintreppen auf der Ost- und der Südseite gelangt man hinauf.

Diese Treppen mit einer Länge von 32 m sind aus massiven Steinwänden im Norden, Osten und Süden gebaut. Die auf der Westseite ist leicht konvex und führt in eine längliche Kammer. Der Tempeleingang auf der Ostseite, etwas näher an der Südostecke, führt zu einem langen überwölbten Durchgang, der sich zwei Stockwerke nach oben in die zentrale Kammer windet. Der Oberbau, eine glockenförmige Kuppel auf kleiner werdenden Terrassen, ähnelt der von Shitthaung, doch lässt hier ein großer eckiger Bogen Licht in die zentrale Kammer hinein. Die inneren Kammern und Gänge des Tempels sind mit gut angepassten und zementierten Steinen gebaut. Die Pagode ist bekannt für die Steinskulpturen in den überwölbten Gängen, insbesondere für die Figuren sitzender Frauen mit verschiedenen Frisuren, als brächten sie dem Buddha Lotusknospen als Opfer dar. Man sagt, es gäbe traditionell 64 verschiedene Haartrachten, und alle Figuren stellen die Frauen der Adligen dar. Außerdem sind auf beiden Seiten der gesamten Passage in regelmäßigen 6 m Abständen 45 cm breite, 60 cm hohe und 30 cm tiefe Nischen gehauen, in denen sich sitzende Buddhafiguren aus Stein befinden. Entlang der Passage gibt es 146 solcher Nischen.

 

Koethaung Tempel

Der Name bedeutet 90.000 und steht wahrscheinlich für die Anzahl der Buddhastatuen die er beinhalten soll. Er wurde von König Min Taikkha, dem Sohn des Königs Min Bin errichtet, der den Shitthaung oder 80.000 Statuen-Tempel baute. So hat der Sohn seinen Vater um 10.000 übertroffen! Es ist der größte Tempel im Mrauk Oo Gebiet. Wie der Shitthaung, ist auch dieser Tempel ein massives festungsartiges Bauwerk aus Steinmauern und Terrassen. Er ist umgeben von 108 kleineren Pagoden, alle aus Sandstein. Der gewundene Korridor ist wie ein Höhlengang, den man durchqueren muss um die zentrale Kammer zu erreichen. Die Galerie im inneren ist zusammengebrochen und nicht mehr zugänglich. In der Mitte ist eine achteckige Pagode, die von über 100 kleineren Pagoden umgeben ist. Im Gegensatz zu manch anderen Tempeln wurde nicht nur Sandstein, sondern auch Backstein verwendet.

 

Laymyetnha Pagode

Sie wurde vom ersten König der Mrauk Oo Dynastie im Jahre 1430 n. Chr. erbaut und ist eine der fünf bei Gründung der Stadt erbauten Pagoden. Es ist ein quadratisches Bauwerk mit je einem weit herausragenden Portal in jeder Himmelsrichtung. Der Innenraum ist achteckig. In der Mitte des letzteren befindet sich eine achtflächige Säule, die den Turm über der Mitte des Daches stützen soll. Über jeder Ecke der Terrasse wurde ein kleiner, runder Stupaturm errichtet. Die Seiten des quadratischen Schreins sind knapp 17 m lang; die Portale sind 3 m breit und ragen 5 m weit in die Plattform.Der Mittelturm ist rund mit einer Kuppel. An seiner Basis hat er einen Umfang von 24 m und ist 21 m hoch. Wie in der Sambuddha-Schrift erwähnt sind dort 28 Buddhas.

 

Pitakataik
Erbaut wurde sie in der Nähe der Htupayon Pagode und südlich der Shinkite Mauer von König Mong Phalaung. Der Grundriss war quadratisch mit einer Eingangspassage wie bei anderen Pagoden in Mrauk Oo. Vollkommen aus Stein gebaut, sind die Außenmauern von Blumen und geometrischen Formen geziert. Man sagt, es wurden 33 Pitakataiks in Mrauk Oo gebaut. Die kleine Bücherei oder Pitaka-taik, eine Fundgrube für buddhistische Schriften, wurde 1591 ebenfalls von König Min Phalaung erbaut. Sie misst von Ost nach West lediglich 4.2 m, 3 m von Nord nach Süd und ist nur 2.7 m hoch. Vollkommen aus Stein bebaut, sind die Außenmauern von herrlichen Mustern geziert, sodass sie wie eine winzige edelsteinbesetzte Schatulle in Lotusblütenform aussieht. In Mrauk Oo gab es 48 Büchereien, doch dies ist die einzige, die erhalten geblieben ist. Diese Bücherei ist dafür bekannt, dass in ihr 30 Sätze der buddhistischen Tipitaka gewesen sind, die König Narapatigyi (1638-1645) aus Sri Lanka bekam. 

 

Ratanabon Pagode

Sie wurde von Minkhamaung und seiner Hauptkönigin Shin Htway im Jahre 1612 n. Chr. errichtet. Das Hauptgebäude hat eine Runde Basis mit einem Umfang von 111 m und ist aus riesigen Sandsteinblöcken gebaut; etliche konzentrische Ränge ragen bis zu einer Höhe von 61 m empor und werden nach oben hin kleiner. Der oberste Teil ist eingestürzt. Im zweiten Weltkrieg traf eine Bombe die Ratanabon Pagode und zerstörte das Hauptgebäude zur Hälfte. Es gibt keine Eingänge, Nischen, Bögen noch Verzierungen irgend einer Art, nicht einmal eine Statue. Im Abstand von 2,4 m von der Mittelstupa umringt eine 1,2 hohe und 60 cm dicke Backsteinmauer die Pagode; darauf folgt eine Reihe von 24 kleinen, runden Pagoden aus Backstein. Von ihnen sind heute nur noch Ruinen zu sehen. Diese Pagode gleicht einer riesigen Glocke. Das ganze Bauwerk ist von einer 2,5 bis 3 m dicken, achteckigen Mauer mit einem Eingang auf der Südseite umringt. Alle vier Ecken der äußeren Pagodenmauer werden von einem Löwen aus Sandstein beschützt.

Der Tempelhof ist zerstört. Das Gebäude beeindruckt durch seine Masse. Seine Architektur gleicht einer gewöhnlichen Pagode, wie der Sanchi in Indien. Doch das Fehlen dekorativer Muster und baulicher Verzierungen kennzeichnet sie deutlich als ein typisches Rakhine Bauwerk. Man glaubt, die Pagode wurde gebaut, um sowohl irdische als auch spirituelle Schätze zu erwerben und zu sichern. (Ratana bedeutet "Schatz", bon bedeutet "sammeln" oder "anhäufen".)

 

Sakkyar Man Aung Pagode

König Sri Suddhamma Raja baute die Sakkyar Man Aung Pagode im Jahre 1693 n. Chr. Sie befindet sich südlich der Yadanar Man Aung Pagode. Diese Pagode gilt als eine der fünf meistverehrten Pagoden in Mrauk Oo. Sie ist nicht aus Backsteinen sondern aus Stein gebaut. Die Architektur der Pagode gleicht der Form einer Lotusblume. Zwölf kleine Pagoden umgeben die Hauptpagode Sakkyar Man Aung. Die Pagode misst 73 m bei einer Höhe von ca. 34 m. Zwei Ogres-Statuen bewachen die Pagode. Die beiden Skulpturen stammen von seltenen Künstlern. Dort stehen auch zwei Statuen von Nats, die Buddha ihren Respekt erweisen.

 

Zine Man Aung Pagode

Sie liegt oben auf dem Pandein Taung Hügel und wurde 1652 n. Chr. von König Sanda Thuddhamma gebaut und gestiftet. Die Pagode ist achteckig. An ihrem Sockel ist eine Maus mit zwei Körpern und einem Kopf. Weiter oben befinden sich zwei weitere Mäuse.

 

Wethali (Vesali) eine Händlerstadt

Die historische Stadt Wethali wurde von König Dvan Sandra im Jahre 327 n. Chr. gegründet. Sie liegt nördlich von Mrauk Oo. Mit dem Jeep braucht man ca. eine halbe Stunde von Mrauk Oo nach Wethali. Die Große Wethali Payagyi, die 5 m hohe Buddhastatue, soll aus einem einzigen Felsbrocken gehauen sein. Laut Chronik wurde sie von Königin Thupaba-Devi, der Hauptkönigin des Königs Maha Taing Candra, dem Gründer der Stadt, gestiftet. Dieser antike Buddha in der Bhumi-sparsa Mudra oder der erdberührenden Position ist einer der ältesten Buddhastatuen im ganzen Land, doch leider sind seine ursprünglichen Züge aufgrund späterer Renovierungen weitgehend nicht erhalten geblieben. Spuren der alten Stadtmauern aus Backstein sind immer noch zu sehen, und das Ministerium für Archäologie hat bis heute bereits fünf Stellen ausgegraben. Man fand dort Steinskulpturen, Münzen und viele steinerne Artefakte, die nun im Museum und einigen Klostern von Mrauk Oo ausgestellt sind.

Vesali geht auf die Zeit von 327 bis 1018 n. Chr. zurück und existierte bereits vor Bagan und zur gleichen Zeit wie die Pyu Städte Beithano und Hanlin in zentral Myanmar. Ausgrabungen von 1980 bis 1984 brachten einige buddhistische Gebäude zum Vorschein, eine davon wahrscheinlich eine Ordinationshalle oder Sima, sowie Teile der Stadtmauern und Inschriften im Sandstein. Die Inschrift der Ananda Candra Säule, die sich heute in der Shit-thaung Pagode von Mrauk Oo befindet, stammte ursprünglich aus Vesali und ist eine Aufzeichnung von ungefähr 20 Königen, die regierten. Vesali ist ohne Zweifel eine der frühesten buddhistischen Städte Myanmars. Im Dorf Wethali gibt es auch einige historische Vishnustatuen aus dem 6. Jahrhundert. Besucher können den 150 m hohen Hügel in der Nähe des alten Abaungdaw Grabens zur Thaung-gyatt-taw (oder Stirnband-Reliquien) Pagode hinaufgehen. Von dort blickt man auf das Panorama der heute mit Bäumen bewachsenen Altstadt, sowie auf einige zwischen den Feldern verstreute Dörfer.

 

Mahamuni Schrein (Dyannyawadi)

Laut Chronik von Rakhine, besuchte Buddha zu Lebzeiten die Stadt Dhannyawadi (gesegnetes Korn) im Jahre 554 v. Chr. Der König von Rakhine, Sandar Suriya (Sonne Mond) bat Buddha, ihm eine Statue von sich zu hinterlassen. Dieser buddhistische Schrein ist einer der meistverehrten Stätten im ganzen Land, da die Maha Muni Buddhastatue von Sakka oder Indra, dem Herrn des Himmelreichs in Bronze und fünf anderen Edelmetallen gegossen worden sein soll. Nachdem die große Statue Maha Muni (der große Weise) gegossen war, soll Buddha sie angehaucht haben, worauf sie zum exakten Ebenbild des Gesegneten wurde. Maha Muni wurde Jahrhunderte lang von den Königen von Rakhine angebetet und galt als Beschützer des Landes. Im Jahre 1784 n. Chr. wurde das Land Rakhine von König Bodaw Paya erobert und die große Statue wurde über den Rakhine Yoma nach Amarapura (heute Mandalay) gebracht.

Auf der obersten Stufe des Hauptschreins befinden sich drei sehr alte Steinfiguren von Buddha. Die mittlere Statue 1,27 m hoch, ist als Bruder von Maha Muni bekannt. Der Schrein ist ein friedlicher, ruhiger Ort ungefähr 10 km östlich von Kyauktaw und ca. 40 km nördlich von Mrauk Oo. Er liegt auf einem kleinen Hügel namens Sirigutta, umgeben von drei kleinen Mauern auf drei aufeinander folgenden Terrassen. Und der Hauptschrein befindet sich auf der höchsten Plattform. Auf der untersten Ebene ist eine alte, 1439 von König Minkhari erbaute, Bücherei; sie ist ein seltenes Werk aus dieser frühen Zeit. In der Nähe kann man auch ein großes, von König Sandasuriya gegrabenes Wasserbecken sehen. Im Jahre 1900 goss ein reicher Mann aus Akyab (Sittwe), U Rai Kyaw Thu, eine Statue und stellte sie an den ehemaligen Platz der großen Statue. Heute ist die Maha Muni Stätte die meistverehrte in Myanmar, und erstrahlt dank der neuen Autobahn zwischen Yangon und Sittwe in ihrem früheren Glanz. Nun erreicht man Mahamuni mit dem Auto entweder von Sittwe oder Mrauk Oo. Das ganze Jahr lang strömen Pilger aus allen Teilen des Rakhine Staats, sowie Gläubige aus verschiedenen Teilen Myanmars hierher. Es gibt in der Nähe des Schreins ein Museum, in dem einige sehr alte Steine ausgestellt sind

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